Van’s Lounge
Autor: Van | Kategorie: Blog-Vorstellungen
28. Februar 2006
Van’s Lounge
Sinn und Sinnlichkeit …
Es war einmal ein schönes, süßes Mädchen. Ihre Stimme war übermütig und ihr Wesen berauschend spontan. Der Name des Mädchens ließ einst Paul McCartneys Stimme vibrieren, er schmachtete nach ihr, MICHELLE … ma belle …
Die Michelle aus unserer Geschichte machte auch schnell die Bekanntschaft mit sexy-rauchig-traurigen Schmachtfetzen, ja, sie beeinflusste sogar einige in deren Entstehung.
Eines schicksalhaften Nachts begegnete sie ihrem Prinzen, seines Zeichens Popstar, Frauenheld, Italiener, dessen Name Erotik pur und einsamen Frauenherzen gleichermaßen süße Träume und schlaflose Nächte bescherte. Im Zuge dessen wurde auch sie berühmt (eher durch sexy Kleidung, naiven Humor als durchs fehlerfreie Ablesen vom Teleprompter).
Doch glatte Laufbahnen sind selten, in der VIP-Welt noch seltener, es kam, wie’s kommen musste: Das Glück zerbrach. A king is crying from his throne, he had a queen, now she’s gone. Der edle Ritter verschwand von der Bildfläche und eine bis dato unbedeutende Randfigur, die sich gut unbemerkt in die Truppe der Backstreet-Boys hätte einreihen können, avancierte flugs vom Status eines Koffer- und Evianflaschenträgers zum Lover und Manager und zelebrierte dies mit medialem savoir vivre sowie dümmlichem Grinsen. Der auf Erotik und Romantik abonnierte Held zelebrierte die Visionen seiner Nächte seinerseits nur noch auf CD und ergraute frühzeitig.
Ohne Blondierung wäre auch unsere neue Drama-Queen frühzeitig ergraut, denn sie geriet in einen höchst blamablen Sektenkrimi, ausgelöst durch die zwielichtige Mutter des neuen Lovers (der wurde jedoch zeitnah gegen den abgelegten Ex der gerade-eben-noch-Schwiegermama-in-spe, der bösen Hexe Giulia, ausgetauscht). Weitere zwei Monate und zahlreiche Boulevardpressenhiebe später waren alle Hexenanhänger-/innen abserviert und unser aller Michelle ist wieder Single.
So teilte sie gestern der beliebten Tageszeitung mit den vier weißen Lettern auf rotem Hintergrund, die uns par excellence die unverfälschte Wiedergabe unserer Meinung vom Buchstabenhimmel hinab verspricht, mit, dass keiner ihrer Ex-Lieben (inklusive unseres namenstechnisch prädestinierten Verführers) in der Lage war, sie sexuell auf Wolke 7 zu versetzen.
Liebe Michelle Hunziker: Wie viele Frauen hast Du Deinerseits um ihre erotischen Träume gebracht? Wie viele Männer ihres Idols beraubt? Jetzt kann man(n) ihn nur noch um seinen Kontostand oder den Ferrari beneiden. Denn sein “piu bella, amore, amore” legt ein Mann nur in den CD-Spieler um uns zarte, romantische Wesen zu beeindrucken. Genauso wie heterosexuelle Kumpelfreunde einander auch in 100 Jahren niemals “Un-Break my Heart” von Toni Braxton unter den Weihnachtsbaum legen werden…!
Oh Michelle, wahre Leidenschaft wächst nicht auf Bäumen und definiert sich nicht allein, Cosmopolitan, please forgive me, I really love you and will always do, ABER: Wahre Leidenschaft und unbezahlbare Momente definieren sich nicht allein durch die multiple Anzahl der sexuellen Höhepunkte.
Ich meinerseits halte es mit einer weiteren Schönheit, Carla Bruni, die auf “Raphael”, einem göttlichen französischen Chanson im Gainsbourg-Stil ihren Liebsten gleichen Namens wie folgt anbetet:
“… Raphael, a l’air d’un ange, mais c’est en diable de l’amour,
Du bout des hanches et de son regard de velours,
Quand il se penche, quand il se penche, mies nuits sont blanches,
Et pour toujours…
… Pas de délice, pas d’étincelle, pas de malice sans Raphael,
Je les murmure à mon réveil, entre les plumes du sommeil,
Et pour quer ma journée soit belle, je me parfume à Raphael ..
Peau de Chagrin, peintre éternel, archange étrange d’un autre ciel …
Soviel zum Thema Sinnlichkeit.
Liebe Michelle, für die Zukunft wünschen wir Dir alle, dass auch Deine Nächte irgendwann Eros beinhalten…
Never give up,
Deine Van.



Die Vans-Lounge-Seite ist geil. Sex-and-the-City-like. Greetz Sandy