Blogdienst oder was?
Autor: Michael | Kategorie: Meinungen
7. November 2005
Blogdienst nutzen, oder Blog selbst installieren? Was brauche ich, um einen Blog auf meinem eigenen Webspeicher zu installieren? Muss ich programmieren können, brauche ich php- oder html-Kenntnisse? Diese Fragen wird sich sicherlich jeder Bloganfänger einmal stellen oder schon gestellt haben. Bei der Nutzung von Blogdiensten muss man sich dagegen nicht mit der Technik auseinandersetzen, sondern kann sich ganz auf das Bloggen selbst konzentrieren.
Viele Blogdienste bieten zudem noch weitere sinnvolle Dienste an, die sie Ihrer Gemeinschaft zur Verfügung stellen. Eine Installation auf dem eigenen Webspeicher bietet dagegen mehr Freiheiten z.B. bei der Wahl des Domainnamens oder der installierten Module und gewünschten Funktionen.
Technisch muss man heutzutage keine Fachmann sein, um ein Blog installieren zu können. Man braucht zur Installation in der Regel auch keine php- oder html-Kenntnisse. Meist ist die Installation über einen normalen Browser innerhalb von wenigen Schritten erledigt. Ein wenig sollte man sich auf dem Webaccount auskennen, aber wer mit einem Dateiexplorer umgehen kann, kriegt auch die Bedienung eines FTP Programms (Programm u.a. zur Übertragung der Dateien vom lokalen Rechner zum Webspeicher) hin.
Technisch gesehen muss der Webspeicher PHP unterstützen und eine Datenbank muss vorhanden sein. Bei den jeweiligen Versionen von php und MySql sollte es im Interesse der Provider sein, möglichst neuere und somit auch sichere Versionen zur Verfügung zu stellen. Wordpress zum Beispiel kann ab der php-Version 4.1 und nucleuscms aber der php-Version 4.06 installiert werden. MySQL Versionen ab 3.23 sollten vorhanden sein.
Schön ist es, wenn das mod_rewrite auf dem (Apache) Server installiert ist und .htaccess Dateien zugelassen sind. Durch Nutzung des Modules mod_rewrite kann man unter anderem “sprechende” Urls wie Titel und Kategorie als Urls verwenden.
Sind einem die Funktionen seines Webspeicherplatzes nicht bekannt, freut sich sicher der Support des Webhosters über eine nette Anfrage nach Funktionsumfang Ihres Pakets oder kann sogar Auskunft darüber geben, ob ein bestimmtes Blogsystem funktioniert oder nicht.
Hat man die zuvor heruntergeladenen Dateien dann erfolgreich auf seinen Webspeicherplatz hochgeladen, braucht man in der Regel nur noch die Zugangsdaten zu seiner Datenbank und schon kann die Installation über den Internetbrowser beginnen.
Für den Betrieb des Blogs, genau wie auch beim Betrieb bei einem Blogdienst sind html- und css- Kenntnisse sicher nicht schädlich.
Mein Tipp: Ausprobieren, um sich eine eigene Meinung bilden zu können. Auch keine Schande, wenn es nicht klappt. Nicht jeder hat Talent zum Stricken, Skater fahren oder Kühe melken … also,
probiert es aus! Viel Spass dabei!



Es gibt außerdem einen gravierenden Nachteil von Blogdiensten: keiner weiß wie lange sie kostenlos bleiben oder wann irgendeine richtig nervige Werbung eingebaut ist. Ist ein Blog aber erstmal richtig bekannt wird es einem schwer fallen die Domain und den Blog einfach so zu wechseln.
Daher würde ich immer einen eigenen Blog auf einem eigenen Webspache empfehlen. Mit dem kann man machen, was man will.